lange autofahrt mit baby

How to survive a long car trip with a baby

Wir waren ja für 2 Wochen in Österreich bei meiner Familie. So schön, so gut. Nur der Weg dahin war im Vorfeld von vielen Sorgen geprägt. Denn immerhin trennen uns rund 800 km Autobahn und wir sind noch nie mit Klein L eine längere Strecke gefahren…

Die Vorbereitung

Natürlich macht man sich im Vorfeld viele Gedanken über eine 8-stündige Autofahrt mit einem 3-4-monatigen Baby. Ich habe u.a. mit anderen Eltern gesprochen und mich nach ihren Erfahrungen erkundigt. Die Palette der Antworten reichte von “Unser Baby hasst Autofahren – er schreit immer nur.” bis zu “Total entspannt – sie hat alles verschlafen.”. Ebenfalls habe ich mich etwas im Internet schlau gemacht. Ein guter Artikel zu langen Autofahrten mit Baby gibt es z.B. auf How I Met my Mom Life. Auch wenn es gut ist, andere Erfahrungen sich anzuhören, sollte man sich Gedanken zum eigenen Baby machen, denn sie haben ja doch schon eine kleine Persönlichkeit. Klein L hatte z.B. nicht wirklich Probleme mit dem Autofahren. Lediglich an roten Ampeln stehend bekommt sie die Krise (Stillstand geht gar nicht – egal in welcher Form). Allerdings sind wir bisher mit ihr max. 30 Minuten gefahren. Wie sie 8-10 Stunden aushält? Keine Ahnung.

Wir haben uns auch einige Gedanken zur richtigen Abfahrtszeit gemacht. Da meine Eltern am Sonntag gute Erfahrungen gemacht haben, beschlossen wir, ebenfalls am Sonntag zu fahren, da dann mit weniger Verkehr (insb. weniger LKWs) zu rechnen ist. Nicht einkalkuliert hatten wir Ferientermine, da das Datum unserer Urlaubs recht fix war, konnten wir sie auch nicht berücksichtigen. Aber wenn man etwas flexibel ist, lohnt es sich Stauzeiten so gut es geht zu meiden. Auch sollte man sich überlegen, ob man lieber nachts oder am Tag fährt. Einige Eltern schwören auf Fahrten nachts, wenn die Kinder eh schlafen, andere fahren ohne Probleme tagsüber. Wir haben uns entschlossen sehr früh morgens loszufahren, damit Klein L noch möglichst viel schlafen kann. Ihr Rhythmus momentan ist nämlich, dass sie gegen 5/6 Uhr gestillt werden will und danach nochmal 3-4 Stunden schläft. Das haben wir genutzt und sind nach dem Stillen direkt losgefahren. Außerdem ist der Vormittag ihre gute Zeit und sie sehr ausgeglichen – das hat mir auch Hoffnung für eine reibungslose Fahrt gemacht.

 

Das Gepäck

Für die Fahrt habe ich in Klein Ls Wickelrucksack neben den Wickelutensilien (ausreichend Windeln griffbereit haben) auch einige Spielsachen gepackt, die wir ihr bei Langeweile reichen können. Snacks/Getränke vielen bei uns weg, da ich noch voll stille, d.h. Nahrung war automatisch mit dabei. Da es sehr warm war, haben wir auch ein Mulltuch im Maxi Cosi platziert, damit sie nicht so stark schwitzt.

 

Während der Fahrt

Wichtig sind Pausen. Wir haben alle 2-3 Stunden eine Pause von ca. 30 Minuten gemacht. In dieser wurde Klein L gestillt, gewickelt und konnte strampeln was das Zeug hält. Da sie ja die ganze Zeit einen sehr kleinen Bewegungsradius hat und man ja auch liest, dass zu lange im Maxi Cosi gar nicht gut ist für die Kleinen, war es uns wichtig, dass sie sich in den Pausen zumindest etwas austoben kann. Wir haben die Pausen an Klein L orientiert, d.h. schlief sie, sind wir nicht stehen geblieben sondern habe Strecke gutgemacht. War sie wach oder sehr quengelig, haben wir angehalten.

Bei viel Gequengel von der Rückbank, haben wir Klein L eines ihres Spielzeuge gegeben. Damit konnte sie sich dann etwas beschäftigen und war meist wieder zufrieden. Es führte sogar dazu, dass sie wieder einschlief…

 

Nach der Fahrt

Am liebsten hätte ich Klein L nach der Fahrt für ihr gutes Durchhalten belohnt, aber (noch) geht das nicht. Da die letzte Stunde meistens schwierig war, werde ich mir aber für die nächste Fahrt etwas überlegen. Ansonsten fand ich wichtig, dass sie sich richtig austoben kann, da sie ja so lange still gelegen hat. Auch wenn Mama und Papa ziemlich erledigt sind, nach so einer Fahrt, haben wir trotzdem für viel Unterhaltung gesorgt.

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